WaldorfschulenWaldorfschulen

Von den Regelschulen grenzt die Waldorfschule sich dadurch ab, dass die Unterrichtsvermittlung anders gegliedert ist und ein größerer Wert auf künstlerische und soziale Fähigkeiten gelegt wird. Das Konzept ist allerdings nicht ganz unumstritten.


Konzept:
Die erste Waldorfschule wurde 1919 vom Anthroposophen Rudolf Steiner auf Wunsch des sozial engagierten Fabrikanten Emil Molt (Besitzer der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik) gegründet. Von den Regelschulen grenzt die Waldorfschule sich dadurch ab, dass die Unterrichtsvermittlung anders gegliedert ist und ein größerer Wert auf künstlerische und soziale Fähigkeiten gelegt wird. Dabei muss aber beachtet werden, dass neben der anderen Art der Wissensvermittlung auch ein komplettes philosophisches System gelehrt wird, d.h. die Schüler lernen nicht nur anders, sondern auch anderes als Schüler anderer Schulen. Die Waldorfschulzeit endet nach spätestens 12 Klassen, im 13. Schuljahr können sich Schüler auf das Abitur vorbereiten, das jedoch an einer regulären Schule abgelegt werden muss.

Vorteile:
Stärkere Betonung des Künstlerischen, emotionaleres Lernen, blockweise Wissensvermittlung (Epochen), Einbettung des Lernens in ein weltanschauliches Gesamtkonzept.

Nachteile:
Lernen ist vom Weltanschaulichen nicht zu trennen, u.U. sehr große Klassen (bis zu 40 Schüler), mangelnde Vorbereitung auf Berufsleben und Studium, eine Waldorf-Ausbildung wird vielfach als unzureichend angesehen.
[Elke Virginia Koch]


Adressen:
Rudolf-Steiner-Schule Ismaning
Dorfstraße 77
85737 Ismaning
Tel.: 089/964758

Waldorfschule Schwabing
Leopoldstraße 17
80802 München
Tel.: 089/3801400

Rudolf-Steiner-Schule Daglfing
Max-Proebstl-Straße 7
81929 München
Tel.: 089/9939110