Ein Familienausflug nach SalzburgEin Familienausflug nach Salzburg

Haben Sie schon die Sommerferien verplant oder suchen Sie noch nach einem Familienausflug? Lassen Sie mich von unseren Erlebnissen in Salzburg erzählen und auch Sie für einen Tagesausflug dorthin begeistern.


Wir entschieden uns für eine Bahnfahrt ins Salzkammergut. Mit dem Bayernticket (Euro 25 - 5 Leute, 1 Tag), welches auch bis Salzburg Hbf gültig ist, gingen wir also auf Tour. Die Bahnfahrt beträgt ab München Hbf ca. 2 Std. und wird garantiert nicht langweilig, da es eine landschaftlich sehr schöne Strecke ist. Am Hauptbahnhof in Salzburg angekommen nahmen wir einen Bus, der uns in Richtung Innenstadt brachte. Wer gut zu Fuß ist schafft es auch ohne Bus, aber mit 3 Kindern entschlossen wir uns für die öffentlichen Verkehrsmittel (Euro 1,80, Kinder unter 12 Jahren die Hälfte). Wir stiegen am Hanuschplatz aus, sodass wir direkt in der Altstadt waren. Eine Querstrasse weiter ist die Getreidegasse in der Mozarts Geburtshaus steht. 

Das Geburtszimmer Mozarts, Mobiliar, Bilder, originalgetreue Nachbildungen der Gemächer und vieles mehr gibt es hier zu sehen. Allein durch die Getreidegasse zu gehen ist ein Erlebnis für sich. Die schmiedeeisernen Zeichen vor den Geschäften stammen aus einer Zeit in der die Menschen nicht lesen konnten. Durch diese Zeichen wurde ihnen gezeigt wo der Bäcker, der Schuster oder der Schneider zu finden waren.

Auch die bekannten und beliebten Mozartkugeln gibt es an jeder Ecke zu kaufen. Allerdings haben wir uns die tatsächlich handgemachten Mozartkugeln aus dem Café Konditorei Fürst am Alten Markt gegönnt. Langsam schlenderten wir dann durch die Altstadt. Auf unserem Spaziergang kamen wir auch am Café Tomaselli vorbei. Hier pflegte Mozart sein Frühstück zu nehmen oder einfach nur einen Kaffee zu trinken. Weiter gings vom Alten Markt zum Residenzplatz. Im Sommer finden hier die Salzburger Festspiele statt. Der Dom und die Residenz (die alte sowie die neue) sind sehr beeindruckende Gebäude. Die Gemächer in der dritten Etage der Alten Residenz lassen sich besichtigen und in der vierten Etage befindet sich eine sehenswürdige Ausstellung (Kombiticket 8 Euro/p.P.). Die Neue Residenz beherbergt ein Glockenspiel, welches dreimal täglich ertönt (7.00, 11.00 und 18.00 Uhr). Gleich um die Ecke von hier ist der Mozartplatz auf dem die Mozartstatue steht. 

Wir machten uns nach einer kleinen Pause auf zur Festung. Wer gut zu Fuß ist kann die Festung über einen Fußweg erreichen. Wir hatten uns allerdings für die Festungsbahn entschieden. Das Familienticket, die sog. »Festungscard-Familienstammkarte« (inkl. Eintritt für sämtliche Museen etc.) kostete Euro 22,60. Innerhalb von einer Minute waren wir oben. Die mittelalterliche Burganlage und die neuzeitliche Festung mit 900 Jahren Baugeschichte bieten einen herrlichen Ausblick in alle Richtungen auf die Stadt und das Land Salzburg. Die Innenräume halten Museen und Ausstellungen bereit. Interessant fanden wir auch die Aufstellung einer mittelalterlichen Kampftruppe in der damals üblichen Rüstung. Wer an Soldatenausrüstungen und Waffen interessiert ist sollte das Rainer-Regimentmuseum besuchen. 

Auch das Marionettenmuseum hat uns sehr gut gefallen. Dort kann man sehen, wie eine Marionette erstellt wird. Verschiedene Mozartstücke waren durch Marionetten in Szene gesetzt und man selber konnte eine Marionette führen. Außerdem kann man sich noch als Papagena und Papageno fotografieren lassen (Foto).

Auf unserem Rundgang um die Festung haben wir dann noch Armbrustschiessen gemacht und den Gauklern zugesehen. Zum krönenden Abschluss gönnten wir uns eine Fahrt im Fiaker. Alle wichtigen Bauten, Kirchen, Denkmäler werden vom Fahrer kurz und prägnant erklärt. 

Wir haben uns natürlich nur einige der Sehenswürdigkeiten herausgesucht und bei Leibe nicht alles geschafft. Allerdings steht eines fest: alle haben von diesem Tagesausflug bleibende, schöne Erinnerungen mitgenommen. 
[Friederike Kennett]