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Urlaub mit Kindern

Gut geplant ist halb erholt: bei einem Urlaub mit Kindern müssen auf einmal nicht mehr zwei, sondern drei oder vier Menschen unter einen Hut gebracht werden. Und die haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie der Urlaub aussehen soll. Deshalb: Nicht stressen lassen, sondern gut planen.


Eine Reise mit Kind, vor allem wenn es noch relativ klein ist, erfordert wesentlich mehr Planung als bei zwei Erwachsenen. Statt mit zwei Koffern steht die urlaubende Familie nun mit drei bis vier Koffern plus Kinderwagen plus Reisebett plus Spielzeugtasche plus Wickelrucksack plus... plus... vor dem Check-In-Schalter oder am Bahnsteig. Gerade ein Baby oder Kleinkind macht es oft notwendig, den halben Hausrat von Fläschennahrung über Sterilisator bis Windelgrundausstattung mit ans Reiseziel zu schleppen. Wohl dem, der in ein Familienhotel reist, das die Zimmer mit dem Nötigsten (Wasserkocher, Wickelmöglichkeit, Babywanne, Gläschenwärmer) ausgestattet hat.


Mit dem Baby verreisen

Ist eigentlich nicht sehr aufwendig, so lange das Kleine noch voll gestillt wird. Die Nahrung ist so unter besten hygienischen Bedingungen immer verfügbar. Allerdings sollten Babys unter drei Monaten den Strapazen einer Urlaubsreise noch nicht ausgesetzt werden. Ältere Säuglinge können verreisen, empfohlen wird jedoch, mit einem größeren Urlaub zu warten, bis das Kind ein Jahr alt ist. Kürzere Trips, z.B. Städtereisen, sind mit einem Baby überhaupt kein Problem, im Gegenteil, die Kleinen schätzen die Abwechslung – so lange die Still-/Fütter- und Wickelpausen fest ins Programm mit eingeplant sind. Lange Autofahrten wie auch lange Flugreisen sind jedoch nichts fürs Baby, der Urlaubsort sollte nicht zu weit entfernt sein und klimatisch ähnliche Verhältnisse haben – also am besten innerhalb Deutschlands oder ins benachbarte Ausland verreisen. Wenn es gar nicht ohne Sonne und Strand geht (und die Nord- oder Ostsee nicht in Frage kommen), darf die Reise auch nach Südeuropa gehen, allerdings nur im Frühling oder Herbst, wenn es nicht zu heiß ist. Auf gar keinen Fall sollte eine Fernreise, womöglich in tropische Gebiete, geplant werden.


Mit dem Kleinkind verreisen

Kleinkindern ist zwar schon wesentlich mehr zuzumuten als Babys, eine Reise mit ihnen ist jedoch enorm aufwendig, weil so viel wie nie wieder mitgenommen werden muss. Am schlimmsten: Die Phase, bevor das Kind sauber ist und sich auf »Erwachsenennahrung« umgestellt hat. So ein Wochenvorrat an Gläschennahrung, Milchpulver + Fläschen und Windeln füllt schon mal ein bis zwei Koffer. Dazu Kinderwagen, das Lieblingsspielzeug, Wasserkocher, Spülset für unterwegs usw.. Auf eine Flugreise ist all dies kaum mehr mitzuschleppen, obwohl Pauschalurlaube mit Kindern unter 2 Jahren sehr günstig sind, weil die Kleinen preislich gar nicht oder nur minimal zu Buche schlagen. Am besten das Gepäck am Vorabend einchecken und Aufschläge für Übergepäck mit einplanen oder mit dem Auto verreisen, z.B. in eine familienfreundliche Pension oder ein Familienhotel. Da in diesem Alter die Gesellschaft anderer Kinder noch nicht so wichtig (wohl aber schön für das Kind) ist, kommen auch einsamere Urlaubsorte in Frage.


Mit dem Kindergarten-/Schulkind verreisen

Jetzt wird es schon besser, die Probleme ändern sich. Die Zahl der Taschen und Koffer nimmt wieder ab, dafür weiß das Kind selbst schon genau, was es auf die Reise mitnehmen möchte, und das entspricht nicht immer den Vorstellungen der Eltern. Nun geht es darum, die Interessen des Kindes und die der Eltern unter einen Hut zu bringen. Das Kind wünscht sich neue Eindrücke, Erlebnisse, Umgang mit anderen Kindern, die Eltern wünschen sich vielleicht Ruhe und möglichst wenig fremde Menschen. Dies sollte vor dem 
Urlaub geklärt und ein Kompromiss gefunden sein. Da die Reiseveranstalter bei älteren Kindern keine so hohen Rabatte mehr anbieten wie bei Kleinkindern, suchen vor allem Familien mit mehreren Kindern nun nach einer Alternative zur Pauschalflugreise. Hier empfehlen sich Ferienwohnungen – allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Kinder langweilen, weil sie wieder nur mit den Eltern Umgang haben. Vorschlag: Urlaub auf dem Bauernhof. Die Tiere und die Abläufe eines landwirtschaftlichen Betriebes garantieren ein ausreichendes Unterhaltungsprogramm für kleine wir größere Kinder. Und den Abend haben die Eltern für sich, weil die Kinder erschöpft ins Bett fallen. Eine preiswerte Urlaubsmöglichkeit für größere Familien bietet auch ein gemietetes Wohnmobil. Nur setzt solch ein Urlaub eine langfristige Planung voraus, weil die Wohnmobile der Verleiher oft schon zum Jahresanfang ausgebucht sind. Alternative: Ein vom Veranstalter zur Verfügung gestelltes Familienzelt oder Wohnwagen auf einem familienfreundlichen Campingplatz. Tolle Angebote hierzu gibt es bei EUROCAMP (www.eurocamp.de oder Tel.: 040/450970). Die dort geführten Campingplätze können ohne weiteres mit so mancher Familienhotelanlage mithalten. 

Vom Babysitterservice über die Kinder-Animation bis zum speziellen Kinderpool und Kinderbadezimmer wird alles geboten, was den Familienaufenthalt entspannt werden läßt - allerdings nur in den gängigsten europäischen Reiseländern wie z.B. Italien und Frankreich.


Mit Teenager verreisen

Mit einem Teenager zu verreisen ist oft für beide Parteien nicht mehr als eine Notlösung. Der Teeny möchte am liebsten unter Gleichaltrigen sein, die Eltern aber doch ein wachsames Auge auf ihr Kind haben. Entweder ein Urlaubsziel wählen, das auch den Jugendlichen ausreichend interessiert, z.B. das Heimatland des Lieblingspopstars (was aber teuer werden kann, wenn der Zögling z.B. auf US-Rapmusik steht) oder eine Anlage wählen, in der garantiert viele andere Jugendliche anzutreffen sind. Hier eignen sich Clubs mit trendigem Sportprogramm oder Campingplätze mit speziellen Angeboten für Heranwachsende. Ein Ferienhaus sollte zumindest nicht einsam am Fjord liegen, es sei denn, man hat einen jugendlichen Bücherwurm oder Hobby-Naturforscher zuhause.
Eine gute Möglichkeit für nicht-ängstliche Eltern: Den Nachwuchs unter kompetenter Betreuung alleine verreisen lassen. Z.B. mit einer kirchlichen Jugendgruppe oder einem anderen öffentlichen Veranstalter oder im Rahmen einer Sprachreise. Hier ist eine ausreichende Auswahl an neuen Freunden, potentiellen Schwärmen und unvergesslichen Parties garantiert.


Checkliste für den Urlaub mit Babys und Kleinkindern:

    • Kinderwagen
    • Eventuell Reisebett mit eigenem Bettzeug
    • Fläschen, Milchpulver, Thermoskanne, Wasserkocher, Spülset
    • Windeln in ausreichender Menge, feuchte und trockene Tücher, Windelcreme
    • Viel Kleidung (für warmes wie kaltes Wetter), falls mehrmals am Tag gewechselt werden muss. Wichtig: Mützchen und T-Shirts als Sonnenschutz
    • Vorrat an Gläschennahrung, falls das Kind am Urlaubsort nicht am Tisch mit isst und die eigene Marke nicht erhältlich ist
    • Lieblingsspielzeuge, vertraute Kuscheltiere
    • Eventuell Moskitonetz
    • Reiseapotheke (Durchfallmittel, Wundpflaster und Verbände, Fieberthermometer + -zäpfchen, Erkältungsmittel, Wärmflasche, Sonnencreme und Mittel bei Sonnenbrand)

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